Spielkarte

Wunschabend

Die Gruppe bestimmt den Abend – echte Wahl, mit Haltlinie des Teams.

Kurz

Offen ansagen, Wünsche sammeln, entscheiden. Nicht im Vorfeld durchplanen – und trotzdem nicht ins Leere fallen.

Ablauf

Am Nachmittag oder nach dem Essen Zettel oder Zuruf: Was soll der Abend sein? Typische Wünsche: ein schon gelaufenes Programm noch einmal, Film und Decken, jeder macht was er will, eine Idee, auf die das Team nicht gekommen wäre.

Drei Körbe: geht so, geht mit Änderung, geht nicht. „Geht nicht“ braucht einen Satz, den die Gruppe versteht: Aufsicht, Schlaf, Hausregel, Schutzkonzept, Nachbarn. Nicht: „ist pädagogisch unwertvoll“, während zwanzig leuchtende Gesichter vor euch stehen. Einen Filmabend könnt ihr tragen, wenn Alter, Inhalt und Aufsichten stimmen. „Jeder macht, was er will“ braucht trotzdem sichtbare Teamende und eine Zeit, wann wieder alle im Haus sind.

Wenn nichts Brauchbares kommt, zieht ihr den Plan B, den ihr vorher in der Teambesprechung festgelegt habt: Quiz, bunter Spieleabend, Lagerfeuer. Elegant, nicht als Strafe.

Aufsicht und Haltung

Mehrheit ist kein Freibrief. Alkohol, unbegleitete Dorfrunden, Mutproben, Handy-Pranks an Unbeteiligten: klar nein. Wer den Wunsch verloren hat, braucht einen Platz im Kompromiss, nicht den Satz „ihr habt verloren“.

Vertiefung

Ein Wunschabend in der Woche reicht, sonst zerfasert die Struktur. Gut nach dem Bergfest, wenn die Gruppe weiß, was sie mag. IGs am letzten Tag analog: Wunsch-IGs statt neuer Pflicht.