
Kurz
Zimmer sichtbar machen, dann kleine Szenen. Wer nicht vorsprechen will, pantomimiert, schreibt oder rät nur.
Ablauf
Steckbriefe und Zimmernamen gehören an den Ankunftstag. Die Impro-Spiele später, wenn die Gruppe schon gelacht hat.
Steckbriefe und Zimmernamen. Jedes Zimmer gestaltet ein Türplakat: Namen, ein selbst gewählter Zimmername, gern Handabdrücke mit Wasserfarbe – nur wer die Hände ins Nass halten will. Einzelsteckbrief: Name, Hobbys, Lieblingsessen, ein Lieblingsding. Wettbewerb ums schönste Plakat nur, wenn Applaus für alle vorgesehen ist, nicht wenn drei Zimmer leer ausgehen.
Telefonspiel. Stuhlkreis, Rücken zur Mitte. Die Spielleitung tippt zwei Personen leicht an die Schulter – vorher ansagen, dass die Berührung kommt, Alternative: Name rufen. Die beiden führen ein erfundenes Gespräch (Oma anrufen, Pizzaservice, Weltraumzentrale). Wenn die Luft raus ist, klatscht ihr, neue Verbindung. Niemand muss das erste Gespräch starten.
Abklatsch. Zwei beginnen eine kurze Szene ohne Requisiten, Sprechen ist erlaubt. Wer von außen eine Geste aufgreifen will, klatscht. Die Szene friert. Die klatschende Person schickt eine der beiden raus und spielt neu an. Wer nicht will, bleibt Publikum.
Faxenmacher. Zwei stehen sich gegenüber, eine macht vor, die andere spiegelt. Eine dritte Person dazwischen versucht, beide zum Lachen zu bringen – ohne Anfassen, ohne Bloßstellen. Wer lacht, darf tauschen oder setzt sich. Freiwillig in die Mitte.
Baguh. Zwei stehen sich gegenüber, Blickkontakt, nur das Wort „Baguh“ in allen Tonlagen. Nicht berühren. Wer zuerst lacht, gibt den Punkt ab. Teams dürfen anfeuern, nicht beleidigen. Kurze Durchgänge.
Tierfamilie. Zettel: Vater Fuchs, Mutter Fuchs, Kind Fuchs – und genug andere Tiere. Verteilen, niemand zeigt den Zettel. Los: Laute und Gesten, Familienstatus klar machen. Gefundene Dreier setzen sich Kind, Mutter, Vater hintereinander. Wer kein Geräusch machen will, zeigt nur.
Hobbyraten. Vierergruppen, jedes Hobby kurz nennen, eines auswählen, der großen Gruppe als Rätsel stellen. Danach raten: wem gehört es? Kein Zwang, ein peinliches Hobby preiszugeben.
Aufsicht und Haltung
Vorspielen ist Angebot, nicht Pflicht. Keine Szenen zu Körper, Küssen, Demütigung, Nachahmung von Behinderung oder Herkunft. Telefon und Abklatsch brauchen eine Person, die abbrechen darf, wenn es kippt. Siehe Diskriminierung.
Vertiefung
Türplakate bleiben die Woche sichtbar und machen aus Zimmern Orte. Impro eignet sich als Brücke zum Märchenspiel oder Teilnehmerabend, nicht am ersten Nachmittag, wenn noch niemand dem Publikum traut.