Spielkarte

Ladenhüter

Scheußlich-schöne Geschenke, würfeln, tauschen – Kitsch, kein Beschämen.

Kurz

Jede Person legt ein hässlich-schönes, fest eingepacktes Ding in die Mitte. Würfeln, auspacken, später klauen. Wer nichts mitgebracht hat, spielt trotzdem mit.

Ablauf

Schon im Teilnehmerbrief: ein Ladenhüter, klein, trocken, nichts Lebendes, nichts Verletzendes, nichts das nach Körper oder Sexualität greift. Team legt eigene Stücke dazu, sonst ist der Haufen dünn.

Kreis, Geschenke unauffällig in die Mitte. Reihum würfeln. Bei einer Sechs: eines aus der Mitte wählen, auspacken, einen Satz dazu, vor die eigenen Füße stellen. Runde eins endet, wenn die Mitte leer ist. Es ist erlaubt, dass eine Person drei Dinge hat und andere keins.

Kurze Show der Beute, damit alle sehen, was im Spiel ist. Runde zwei mit Zeitlimit, zwanzig bis vierzig Minuten je nach Gruppengröße. Wieder Sechs: ein sichtbares Geschenk von jemand anderem nehmen. Eins: wer selbst etwas hat, schenkt eines ab. Wenige Minuten vor Schluss ansagen. Pünktlich aus, oder fünf Minuten Verlängerung, wenn die Mehrheit das will. Danach behält, wer hat.

Aufsicht und Haltung

Nichts öffnen, das nach Scherz-mit-Scham aussieht (Juckpulver, verdorbene Lebensmittel). Kein echtes Geld, kein Alkohol, keine Medikamente. Kinder: nur ungefährliche Kitschdinge, Team prüft vorher diskret. Jugend: Ironie ja, „du bist der mit dem hässlichsten“ nein. Wer nichts mitgebracht hat, wird nicht vorgeführt – Extra-Pakete aus der Kiste.

Vertiefung

Trägt als eigener Abend oder als Block auf der Abschiedsparty. Danach die Dinger nicht in den Müll der Unterkunft kippen, wenn sie noch zu gebrauchen sind – Tauschecke oder mit nach Hause.