Spielkarte

Kennenlernen ohne Anfassen

Aufstellen, Puzzle, Ecken, Gemeinsamkeiten – Nähe über Blick und Laufen, nicht über Hände.

Kurz

Bewegung und Sortieren, ohne dass sich jemand anfassen muss. Gut als zweite Schicht nach den Namensspielen.

Ablauf

Wählt drei, höchstens vier. Zwischen den Spielen trinken, nicht hetzen.

Alphabetreihe. „Stellt euch nach Vornamen auf – ohne zu sprechen.“ Danach kurz prüfen, wer wo steht. Variante: Nachname, wenn die Vornamen schon sitzen.

Aufstellen ohne Reden. Größe, hellstes bis dunkelstes Oberteil, Ankunftszeit, Entfernung Wohnort. Wenn die Reihe fertig wirkt, auflösen. Kein Kriterium, das Körper beschämt („dünnste Person“) oder Herkunft zur Show macht.

Puzzle. Vier oder fünf verstärkte Bilder, in so viele Teile wie Menschen. Jede Person zieht eins, sucht die Ergänzung. Die fertigen Bilder sind die Kleingruppen für später.

Ecken-Rennen. Team in den Ecken und an markanten Punkten. Die Gruppe steht in der Mitte. Ihr lest eine Behauptung vor, die nur auf eine mitarbeitende Person zutrifft („fährt zum achten Mal mit“, „hat einen Hund“). Alle laufen zu der Person, von der sie es glauben. Auflösen, nächste Karte. Behauptungen vorher mit dem Team absprechen – nichts Privates, das nicht erzählt werden darf.

Gemeinsamkeiten. Sortiert euch: Haarfarbe, Augenfarbe, lieber Berge oder Meer, früh oder spät wach. Die Haufen dürfen sich kurz erzählen, warum sie da stehen. Kein Zwang, sich einer Ecke zuzuordnen, die sich falsch anfühlt; „weiß nicht“ ist eine Ecke wert.

Schlüsselbundrasseln. Ein Stuhl fehlt. Wer steht, rasselt mit einem dicken Schlüsselbund zur nächsten Person: eigener Name, „wie heißt du?“. Die Angesprochene reiht sich ein, die Schlange wächst. Irgendwann fällt das Bund – alle suchen einen Stuhl. Wer steht, führt weiter. Tempo und Lautstärke im Blick, keine Rangelei um Sitze.

Mein rechter Platz ist frei. Ein Stuhl zu viel. Wer links daneben sitzt, klopft: „Mein rechter Platz ist frei, ich wünsche mir Kim herbei.“ Kim setzt sich, ein neuer Platz entsteht. Niemand muss eine Person rufen, die gerade wegschaut und sich versteckt – wer nicht genannt werden will, hebt vorher die Hand und bleibt Zuschauer:in.

Spinnennetz. Wollknäuel, Ende festhalten, Name rufen, werfen. Die fangende Person hält den Faden und wirft weiter. Wer den Namen nicht kennt, fragt laut. Am Ende liegt ein Netz zwischen euch. Den Symbolgehalt nur anreißen, wenn die Gruppe still werden kann – kein Pflicht-Gemeinschaftsgedanke.

Aufsicht und Haltung

Stühle nicht werfen, Laufen ohne Schubsen. Wer nicht rennen will, zeigt mit dem Arm zur Ecke. Das ist die Schicht vor Spielen mit Nähe, nicht deren Ersatz. Siehe Schutzkonzept.

Vertiefung

Ecken-Rennen stellt das Team vor, ohne Referat. Puzzle mischt Cliquen, ohne abzuzählen. Spinnennetz eignet sich als Abschluss, wenn danach Tee und keine nächste Nummer kommt.