Beim Verteilen der Ausschreibungen brechen häufig die bei der Übergabe der papiernen Ausschreibung gewechselten Worte, die Erläuterungen, die Begeisterung über die Qualität des eigenen Angebots die entscheidenden Dämme: Wird die Ausschreibung gleich vor Ort von den Eltern ausgefüllt und unterschrieben oder im Gegensatz dazu eventuell ungelesen zum restlichen Altpapier gelegt…
Für das Image des Trägers und später erfolgender Freizeiten ist es eine gute Werbung, wenn Wochen vor Beginn der Freizeit bereits eine Warteliste von Teilnahmeinteressierten existiert, die nur darauf hoffen, dass krankheitsbedingt oder aus sonstigen Gründen schon Angemeldete wieder abspringen.
Außerdem schafft solch eine Warteliste für den Träger selbst ein beruhigendes Gefühl.
Werbung sollte ein fortschreitender Prozess sein, nicht eine am Anfang stehende, groß angelegte Aktion, die nur bei dramatischer Fruchtlosigkeit wiederholt wird.
Wenn trotz mehrfacher Werbeattacken die Freizeit nicht ausgebucht zu werden droht, könnte man als Gegenmaßnahmen:
- den Teilnahmepreis als Last-Minute-Angebot reduzieren und diese Verbilligung
auch in die Presse geben, - sich bei anderen Trägern mit (vergleichbaren) Erholungsfreizeitmaßnahmen
erkundigen, ob man Wartelisten-Kandidaten abschöpfen dürfe, - einen leichten finanziellen Anreiz schaffen: „Der Träger ‚KiJu-Freizeiten e.V.’
bietet jedem angemeldeten Teilnehmer, der einen weiteren Teilnehmer wirbt –
nach erfolgter verbindlicher Anmeldung – ein Freizeittaschengeld in Höhe von
20 EUR“.
